Das Ei – Symbol des Neubeginns
Das Ei steht für Fruchtbarkeit, Schöpfung und den Ursprung neuen Lebens. Es nährt uns im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Ei enthält bereits alle 8 essenziellen Aminosäuren (Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin) und das semiessenzielle Histidin (essenziell für Säuglinge & Kinder) in einem optimalen Verhältnis. Sie sind zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß für uns unentbehrlich.
Wie effizient körpereigenes Eiweiß aus Nahrungseiweiß aufgebaut werden kann, wird mit der sog. „biologischen Wertigkeit (BW)“ ausgedrückt. Je höher diese ist, desto besser die Eiweißqualität des Lebensmittels. Das Hühnerei dient dafür als Referenz (BW = 100). Durch Kombination mit anderen eiweißhaltigen Lebensmitteln kann die BW noch deutlich erhöht werden. So wird mit der Kombination von Kartoffel und Ei sogar ein Wert von rd. 136 (2/3 Kartoffeln, 1/3 Ei) erreicht.
Wichtige Inhaltsstoffe:
- Eiweiß (rd. 12 g / 100 g)
- Fast alle Vitamine, insbesondere: A, D, E, K, B2, B12, Folsäure, Pantothensäure …
- Mineralstoffe: Eisen, Zink, Jod, Selen, Phosphor
- Fette und fettähnliche Stoffe: Omega-3-Fettsäuren, Cholesterin, Lecithin, Carotinoide (Lutein, Zeaxanthin)
- …
Ostern steht vor der Tür und damit auch die bunt gefärbten Ostereier in den Osternestern. Neben unserem Osterbrauch verwenden wir das Wörtchen Ei auch oft in Redewendungen wie z.B. „nicht das Gelbe vom Ei“, „sich gleichen wie ein Ei dem anderen“ oder „jemanden wie ein rohes Ei behandeln“ und „das Ei des Kolumbus“. Letztere deutet auf eine einfache kreative Problemlösung hin. Angeblich forderte Kolumbus seine Kritiker auf ein Ei auf einem Tisch aufzustellen, ohne dass es umfällt. Da keiner die Aufgabe lösen konnte, drückte er einfach die Spitze des Eis ein und konnte es so stabil hinstellen
Und dann gibt es da die noch immer offene Frage: „Wer war zuerst da? Die Henne oder das Ei? – Aber das besprechen wir lieber ein andermal.
Wussten Sie, dass eine Henne rd. 300 Eier pro Jahr legt und damit bereits den Jahresverbrauch eines Menschen locker decken kann?
Der durchschnittliche Verbrauch pro Kopf und Jahr liegt bei rd. 250 Eiern. Dennoch würde ich zu Ostern vom Geschenk einer Henne im Nest abraten.
Das Ei aus numerologischer Sicht
Die numerologische Berechnung unter Einbezug des Monats April ergibt die Zahl 10.
Zahl 10 – das wahre Selbst finden, Authentizität, Offenheit für Neues, Wechsel des Glücks
Alle Lebenserfahrungen, die wir machen, beeinflussen unsere Weltanschauung und bilden auch die Basis für all unsere Beziehungen. Je nachdem wie wir auf Wendepunkte im Leben reagieren, werden wir Fülle oder Mangel erfahren. Die 10 fordert uns auf (für uns positive) Entscheidungen zu treffen. Jede(r) geht an Entscheidungen jedoch anders heran.
Wer sich schwer entscheiden kann, für den tun es dann meist andere. Sie fühlen sich hin- und hergerissen, verleugnen sich selbst und sind ständig damit beschäftigt Kompromisse einzugehen. Ihre Aufgabe ist es in die Selbstliebe hineinzuwachsen.
Andere hingegen gehen strikt ihren Weg und gehen dabei keinerlei Kompromisse ein. Wenn sie eine Entscheidung treffen, dann bleiben sie auch dabei, komme was wolle. Das wird vom Umfeld dann oft als selbstbezogen bzw. narzisstisch wahrgenommen. In Wahrheit steht dahinter aber die Angst, die eigene innere Identität zu verlieren. Sie glauben, dass sie von anderen auf irgendeine Weise in ihrer Freiheit eingeschränkt werden.
Das große Thema hinter der 10 ist die SELBST-Findung, den eigenen wahren Ausdruck zu finden.
Wer bin ich?
Erst wenn wir erkennen, dass wir weder unsere Gefühle, Gedanken und unser Handeln sind, sondern etwas viel Größeres und Umfassenderes kann zunehmend ein Empfinden von innerer Freiheit und Erleichterung entstehen. Es ist wie „das Ei des Kolumbus“ …die Lösung ist oft einfacher als wir denken.
Und was das Denken betrifft, das Lezithin im Ei unterstützt übrigens die Funktion von Gehirn (z.B. für Problemlösungsfindungen) und Nervensystem positiv. 😉
Befruchtenden Neubeginn und frohes Ostereierpecken!
Oster-EI-Tipp von Oma:
Meine Großmutter verarbeitete nach Ostern die letzten bzw. übriggebliebenen Ostereier in einem einfachen Gericht. So wurden gestampfte Erdäpfel mit Sauerrahm und mit (geschälten und) gewürfelten hartgekochten Eiern vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Leider war die Konsistenz sehr „gatschig“ und auch die Optik farblos. Darum habe ich das Gericht um ein paar Zutaten ergänzt, um es geschmacklich und optisch aufzuwerten.
Zutaten pro Portion:
- 250 g gekochte (überwiegend festkochende) Erdäpfel
- ½ kleine Zwiebel kleingehackt
- 1 – 2 hartgekochte Ei(er)
- Schnittlauch
- Blattsalat (z.B. Batavia) – Marinade nach Wahl
- etwas Öl (z.B. Olivenöl)
- 2 Esslöffel Sauerrahm
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Kartoffeln blättrig schneiden. Kleingehackte Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten. Anschließend die Kartoffeln zugeben und rösten bis die Kartoffeln leicht braun werden. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Die Eier würfeln und über die Kartoffeln streuen. Mit einem Klecks Sauerrahm und Schnittlauchröllchen garnieren und mit einer Schüssel Blattsalat genießen.
Auch wenn man früher nicht wusste, was „Biologische Wertigkeit“ bedeutet – so wurde doch vieles intuitiv „richtig“ gemacht.


