Der Holunder – Heil-Baum der Ahnen

„Vor dem Busch ziehst Du den Hut
einer Göttin einst geweiht,
die den vielen Wesen hold
sorgt, dass alles gut gedeiht…“

Der Holunderstrauch, auch Holler genannt, ist seit Jahrhunderten von zahlreichen Mythen, Liedern, Gedichten und Geschichten umgeben. In früheren Zeiten begegneten die Menschen ihm mit besonderem Respekt: Man zog vor dem Holunder den Hut und erwies damit sowohl der Heilpflanze als auch der „Holdermutter“ – bekannt als Frau Holle, Hulda oder Perchta – seine Ehrerbietung.

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein war es vielerorts Brauch, den Holunder um Verzeihung zu bitten, bevor man ihn fällte. Diese Tradition zeugt von einer tiefen Verbundenheit und Wertschätzung gegenüber der Natur – eine Haltung, die auch heute wieder mehr Beachtung finden dürfte.

Der Holunder galt als Wohnstätte der Holdermutter und als Schutzbaum für Haus, Hof und ihre Bewohner. Zugleich glaubte man, dass in seinen Zweigen gute Hausgeister wohnen, die über Mensch und Heim wachen. Deshalb wurde der Holler oft in der Nähe von Häusern gepflanzt und mit besonderer Achtung behandelt. Als Heilpflanze, Schutzbaum und mythenträchtiger Begleiter des Menschen nimmt der Holunder bis heute einen festen Platz in unserem kulturellen Erbe ein.

Wichtige Inhaltsstoffe von Holunderblüten:

  • Flavonoide (Rutin und Quercetin) wirken antioxidativ und entzündungshemmend
  • Ätherische Öle sind für das Aroma verantwortlich und wirken schleimlösend
  • Schleimstoffe bilden eine Schutzschicht auf gereizten Schleimhäuten in Hals und Rachen
  • Gerbstoffe wirken unterstützend bei der Linderung von Entzündungen
  • Triterpene und Triterpensäuren wirken entzündungshemmend, immunmodulierend und leberschützend
  • Mineralstoffe wie die Kaliumsalze (zw. 4 – 9 %) wirken harntreibend, schweißtreibend (als Tee) und blutreinigend

Die duftenden weißen Blütendolden werden für die Zubereitung von Hollerblütensirup, zum Trocknen für Teezubereitungen für die kalte Jahreszeit, als Marmeladezusatz (die weißen kleinen Blüten und das Aroma der Holunderblüten verleihen jeder Erdbeermarmelade das besondere Extra!)  und die Blütenstände zur Zubereitung von „Hollerpalatschinken“.

Die reifen schwarzen Beeren werden im Herbst geerntet und zu Saft, Mus, Marmelade, Likör usw. verarbeitet.

Der Holunder aus numerologischer Sicht

Die numerologische Berechnung unter Einbezug des Monats Juni ergibt die Zahl 16.

Zahl 16 –  Durchbruch, Vielseitigkeit, Talente leben, Veränderung

Alles, was nicht mehr ins Leben gehört, will verabschiedet werden, innere Grenzen sollen durchbrochen werden. Je mehr wir an Altem festhalten, umso größer können die Erschütterungen sein. Es wird jetzt Zeit Bilanz zu ziehen und das Leben auszumisten:

Mit wem will ich im Leben weitergehen? Macht mir mein Beruf noch Freude und erfüllt er mich auch? Trage ich Lasten, die womöglich gar nicht meine sind? Starte ich Projekte neu oder lasse ich sie endgültig los? u.a.m.

Auch Verhaltensmuster sollten überprüft und begrenzende Familienthemen endlich aufgebrochen werden.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt. Es ist alles gegeben…

Loslassprozesse gehen oft mit körperlichen Symptomen, reinigenden Erkältungssymptomen und Parasiteninfektionen einher. Hollerblütentee regt die Nierentätigkeit an und hilft mit Ballast besser auszuscheiden. Außerdem wirkt er schweißtreibend, entzündungshemmend, immunstärkend und antioxidativ. Der Duft des Tees soll auch gegen Stress helfen und das Ein- und Durchschlafen erleichtern.

Hollerblütentee aus frischen Blüten:

Die Blütendolden sollten idealerweise um die Mittagszeit geerntet werden. Sie enthalten dann die meisten ätherischen Öle. Generell werden Hollerblüten nicht gewaschen, da sonst der aromatische Blütenstaub weggeschwemmt wird. Vorhandene Insekten krabbeln fort, wenn die Dolden einige Stunden auf einer Küchenrolle oder Backpapier ruhen dürfen.

Weitere Zubereitung:

  • Die Blüten von den dickeren grünen Stielen (diese schmecken bitter) abtrennen.
  • Eine Handvoll Blüten wird mit 200 – 250 ml kochend heißem Wasser übergießen und rund 5 – 10 min zugedeckt ziehen lassen.
  • Ergänzend mit etwas Honig süßen, mit einer Zitronenscheibe oder Zitronenmelisseblättern ergänzen und noch heiß trinken.

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